(Hier Werbung schalten!)
Statistik: 198.008 Texte online | 8.983 Bewertungen abgegeben
Erzählungen

Meine traurige Geschichte

Martin P.,

Du wohnst in Österreich.
Wir kennen uns durch WoW.
Wir waren zusammen, seit Donnerstag, den 8.10.09 , 00:30Uhr.
Ich habe Dich von ganzem Herzen geliebt.
Nie einen Anderen auch nur angeschaut.
Nie an einen Anderen gedacht.
Für mich gab es immer nur Dich.

Du kommst zu mir, es ist Samstag.
Ich werde das Datum nie vergessen, es war der 17.7.10.
Es sollte unser Sommermärchen werden.
Doch Du begegnest mir mit einer Kälte,
einer brutalen Kälte.
Du schläfst am selben Abend mit mir.
Einen Tag später sagst Du mir, dass Du mich nichtmehr wirklich liebst.
Ein bisschen schon - aber nichtmehr sehr.
Ich fühle, dass die Worte stimmen.
Es macht mir Angst.
Du willst eine Pause, nur eine kleine Auszeit.
Ich habe Angst.
Ich vergab dir alles - deine Lügen, deine Schläge.
Die blauen Flecken sind verheilt, bis auf der von gestern.
Mein Herz hat es nie vergessen.
Auch wenn es sich nichtmehr erinnert, es wird nie vergessen.
Dienstag, 20.7.10, bittest du mich erneut um eine kleine Pause...
Ich bin fast soweit es zu akzeptieren.
Wir schlafen miteinander.
Nun weiß ich, dass wir kein Paar mehr sind.
Kein Funken Liebe, in keinem Atemzug.
Es ist Sex ohne Liebe.
Ich weine, weil ich es verstanden habe.

Es ist Nacht.
Ich träume von Dir - dass Du mich betrügst, seit einem Monat.
Ich wache auf, es ist 6 Uhr morgens.
Ich habe Angst.
Ich fühle, dass Du mich betrügst.
Nicht nur, dass Du mich nichtmehr liebst.
Panisch suche ich Dein Handy.
Ich habe es auch zu Ostern nie anfassen dürfen.
Ich finde es nicht.
Du hast es versteckt.
Ich schlafe ein.

Es ist kurz nach 10.
Dein Handy klingelt.
Ich sehe, dass du es wirklich versteckt hattest, unter Büchern.
Wieso hast Du es versteckt?
Du machst es aus.
Ich warte bis du einschläfst.
Mein Magen spielt verrückt.
Ich weiß, dass etwas Schlimmes passiert.
Ich nehme dein Handy.
Ich schließe mich auf der Toilette ein.
Ich lese deine SmS.
Sie sind neu, von den letzten paar Tagen.
"Ich vermisse dich jetzt schon, Schatz"
"Ich liebe Dich"
"Ich liebe Dich auch mein Schatz"
Stiche. Feste Stiche. Schmerz.
Du hast mich betrogen.
Die Nummer ist unter "Daniel" gespeichert.
Wie originell.
Ich rufe an.
"Hier ist der Anrufbeantworter von Michelle I.".
Das ist nicht Daniel.
Ich spreche auf die Mailbox.
"Hier ist Martins Freundin."
Ich sage noch ein paar Dinge.
Ich wecke dich auf.
"Sagt dir Michelle I. irgendwas?"
Du sagst "Nein, wer ist das was soll das?"
Du bist dreist, mir ist schlecht.
"Verschwinde!", ich ziehe dir die Decke weg.
Du bist nackt.
"Pack deine Sachen und verpiss Dich!"
Du lässt Dir reichlich Zeit beim Packen.
Ich schreie Dich an.
Ich will das Du gehst.
Ich ertrage Dich nichtmehr.
Ich rufe Deine Mutter an.
"Ich schicke deinen Sohn jetzt nach Hause, er hat mich betrogen".
Währendessen versuchst Du die Tür einzutreten.
Du schaffst es nicht.
Du gehst.
Ich werfe dir das Bild im Glasrahmen nach.
Das, was du mir gestern geschenkt hast.
Es zerbricht.
So wie Du mich zerbrochen hast.
Schmerz.
Ich weine, ich schreie vor Schmerz.
Es dauert nicht lange, dann kommst du wieder.
Du hast kein Geld.
Ich öffne die Tür nicht.
Du weinst.
Du bist aber nicht traurig wegen uns.
Du willst nur nach Hause.
"Du hättest mich nicht betrügen dürfen, krepier doch!"
"Nächste Woche fick ich eh meine neue Olle." sagst Du.
"Die is eh viel geiler, nicht so fett wie du!", ergänzt Du.
Du wiegst ~25 Kilo mehr.
Ich habe jedes Gramm geliebt.
Wut.
Ich weine, ich schreie vor Wut.
Du versuchst es noch eine ganze Weile.
Dann ist es ruhig.
Ich sorge mich.
Ich nehme den Hund und suche Dich.
Es ist heiß, mein Kreislauf versagt.
Ich gehe heim, ich rufe Dich an.
Du bist nichtmehr da, du fährst schwarz.
Du erzählst mir noch, wie du dich verliebt hast.
Sie gibt dir alles, was ich nicht habe.
Quahlen.
Gibt es Dich, Gott?
Wenn ja, erlöse mich davon.
Ich wünsche dir "Lebe wohl".
Ich lege auf.

Ich denke nach.
Es ist okay, wenn man sich nichtmehr liebt.
Man kann nichts für seine Gefühle.
Aber:
Du hättest Schluss machen müssen.
Direkt.
Du hättest nicht herkommen dürfen.
Nicht, nachdem du schon eine Woche mit ihr zusammen bist.
Du hast mit mir geschlafen.
Hast du dabei an sie gedacht?
Es ist widerlich, mir wird schlecht.
Ich muss kotzen, aber ich kann nicht.

Wir haben gestern noch Sims2 gespielt.
Unsere Figuren bekamen eine Tochter.
"Wie soll ich sie nennen, Schatz?"
"Nenn sie Michelle."
"Michelle? Kennst du eine Michelle?"
"Nein."
Es ist so makaber.
Was noch ekelhafter ist?
Du hast in meinem Bett gelegen, gestern Abend.
Und aus meinem Bett hast Du ihr geschrieben.

Dich habe ich mal geliebt.
Von ganzem Herzen.
Ich wollte dich immer lieben.
Ich habe dir alles verziehen.
Ich liebe dich immernoch.
Aber ich hasse dich zugleich.

Verschwinde, du bist es nicht wert...

Stunden sind vergangen.
Stunden vorm Fernseher.
Weinend. Schreiend.
Redend, mit der Telefonseelsorge.
Es hat gut getan.
Doch es ändert nichts.
Ich liebe dich.
Ich kann dich nicht vergessen.
Ich mache mir Sorgen, rufe Dich an.
Dein Geld reichte nicht weit.
Du wirst in Salzburg schlafen müssen, es wird kein Zug mehr fahren.
Keiner kann Dich abholen.
Ich entschuldige mich.
Es tut mir Leid.
Ich hätte Dir das Ticket geben sollen.
Hättest Du Dich dann für mich entschieden?
Mein Herz übernimmt die Kontrolle.
Mein trauriges, verletztes.
Es ist verwirrt, es darf nicht die Kontrolle übernehmen!
Aber dann sage ich:
„Wenn du... wenn du merkst, dass es für die andere nur Schwärmerei ist
Und Du merkst, dass Du mich noch liebst
Dann lass es mich wissen.“
„Ich brauche etwas Zeit für mich“ antwortest Du darauf.
Ich bitte Dich, mir zu sagen, falls Deine Wahl schon getroffen ist.
Sie sei noch nicht getroffen.
Warum stelle ich dich vor diese Wahl?
Mein Herz wünscht sich, dass Du Dich für mich entscheidest.
Mein Verstand, und das ist im Moment ein größerer Teil,
Wünscht sich, dass Dus nicht tust.
Ich will Dich, weil ich Dich liebe.
Wenn Du Dich aber für mich entscheidest...
Wer sagt mir, dass Du sie nicht weiter triffst?
Wer sagt mir, dass Du nicht noch andere hast?
Wann würdest Du mich wieder betrügen?
Würdest Du es mir dann früher sagen?
Ich weiß es nicht.
Schließlich habe ich nichts bemerkt.
Wann und wie könntest Du sie kennengelernt haben.
Deshalb wünsche ich mir mehr, Du entscheidest gegen mich.
Trotzdem will ich Dich.
Mama kommt rein.
Sie tröstet mich.
Ich soll mich ablenken.
Tanzschule? Kampfsport? Beides?
Nein.. ich will gerade nichts tun.
Nur denken – an Dich.
Und meine Gedanken aufschreiben.
Hier – in diesem Text.

Eingestellt: , Quelle:

Text bewerten
schlecht schlecht 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 sehr gut sehr gut


wie wärs damit? Brauche Kritiiiik!

http://www.meintext.de/?text=88708831363433356

Eingestellt: 2013-07-15 10:10:21, Name: johnnycash

nich so das wahre

ich fand ihn ein wenig langweilig, doch ich habe trotzdem weitergelesen, dass heisst irgendwas hat mich ein wenig gepackt. aber ich steh nich wirklich auf solche liebestragödien. immer das gleiche.

Eingestellt: 2013-03-16 12:39:39, Name: johnny

..solala

eher einschläfernd, brech mal aus dem rhythmus aus

Eingestellt: 2013-02-16 19:30:37, Name: selena

;(

Hallo,
ich muss ehrlich sagen, das ich hier sitze und mir die Lippen zerbeiße, weil ich nicht weinen möchte. Ich kenne das, ich fühle mit dir. Betrogen zu werden, geschlagen zu werden und immerwied

Eingestellt: 2012-06-16 19:25:15, Name: Molly

Wow

Ein sehr packender text, wirklich gut geschrieben, fast schon wie ein gedicht. Ich kann deine gefühle zwar nicht nachvollziehen, da ich selbst noch nicht in so einer lage gesteckt habe, aber ich ho

Eingestellt: 2011-09-26 01:41:32, Name: Robin

Oha...

Kenne solche Momente leider auch, es ist sehr hart mit sowas umzugehen vorallem die erste Woche denkt man, man hat aufgehört zu leben.. Wünsche dir viel Glück.

Eingestellt: 2011-05-14 20:13:57, Name: Anonym

E-Mail an die Redaktion | Text löschen | Textverzeichnis | Nutzungsbedingungen | Impressum

Partner: pinterest.com | google.de | Partner werden?
Copyright © 2004-2014, projekt.lounge. Alle Rechte vorbehalten.

PageViews: 2.600.845