(Hier Werbung schalten!)
Statistik: 198.008 Texte online | 8.983 Bewertungen abgegeben
Erzählungen

Der Hauch Des Göttlichen

Es war einmal ein Kosmogoniker, der machte sich einen Spaß daraus,
Materie zusammenzudrücken, bis sie unter der eigenen Hitze zu leuchten
und wohlige Wärme zu verstrahlen begann. Dieser hatte eine Tochter.
und diese besuchte nun einen Stern nach dem anderen und legte Fünkchen
in die Staubringe um ihre Planeten, auf daß sie Leben tragen möchten.
Und eines Tages ergab es sich, daß sie ihr Weg ein zweites Mal zu einem
kleinen gelben Stern am Rande der Milchstraße führte und dort sah sie,
wie eines der Fünkchen den dritten Planeten erhellt und befruchtet hatte.
Dort wollte sie sich niederlassen und eine Weile zusehen, doch die
Lebensformen ertrugen ihre Anwesenheit nicht, denn die Töchter von
Kosmogonikern sind zu sehr mit Strahlung angefüllt und die ihr nahe kamen
verbrannten im Feuer ihres atomheißen Atems. So zog sie sich zurück und
überlegte eine Weile, wie dem zu helfen wäre, denn sie wollte gar zu gerne
eine Zeit dort leben und sehen wie sich alles entwickelte und während sie
noch überlegte, und dem Verstehen immer näher kam verfinsterte sich das
Antlitz dieser einen Welt und wie sie nachschauen ging, da fand sie nur
noch totes und verdorbenes, denn die Wesen, die dort lebten hatten ihre
Anwesenheit vor langer Zeit nicht vergessen und über die Jahrtausende
suchten sie mit immer ausgefeilteren Methoden, ihren Atomatem künstlich
für sich zu erschaffen denn sie hielten ihn für den Hauch des göttlichen
und als sie endlich in der Lage waren, das Atom zu spalten, da hüllten
sie ihre welt darinnen ein und starben so durch den Hauch, der ihnen alles war.

Eingestellt: , Quelle:

Text bewerten
schlecht schlecht 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 sehr gut sehr gut


E-Mail an die Redaktion | Text löschen | Textverzeichnis | Nutzungsbedingungen | Impressum

Partner: pinterest.com | google.de | Partner werden?
Copyright © 2004-2014, projekt.lounge. Alle Rechte vorbehalten.

PageViews: 2.600.859