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Wissen

Morbus Schröder

Morbus Schröder
Synonym: balanitis vesiculosa sanguris
Definition: Beim Morbus Schröder handelt es sich um eine Infektion mit grampositiven, anaeroben nicht sporenbildenden Stäbchen, Propionibacterium granulosum.
Epidemiologie: In den westlichen Ländern sehr seltene Erkrankung mit ca. 2 Neuerkrankungen/1000000 Einwohnern/Jahr. In Afrika und fernöstlichen Ländern liegt die Inzidenz deutlich höher. Weltweit sind es ca. 50000 Neuerkrankungen pro Jahr. Prävalenz m:w - 70:1.
Erreger: Propionsäurebakterien finden industriell Anwendung zur Hohlraumbildung mancher Käsesorten. Diese entstehen durch das bei der Propionsäuregärung gebildete CO2. Propionibakterien leben anaerob, haben einen hohen GC-Gehalt und sind obligate, meist sekundäre Gärer. Sie stellen sehr hohe Anforderungen an ihre Nährstoffquellen (Aminosäuren, Purine,...) und wachsen im allgemeinen sehr langsam. Propionibakterien gehören zur natürlichen mikrobiellen Flora der Haut. Unter bestimmten Bedingungen können sie an Infektionen beteiligt sein. Actinomycesarten finden sich regelmäßig in der Mundhöle, gelegentlich auch im Verdauungs- oder Genitaltrakt. Zu den pathologischen Spezies der Propionibakterien gehören Propionibakterium acnes, Propionibakterium avidum und das die Balanitis verursachende Propionibakterium granulosum.
Pathogenese: Die Übertragung erfolgt sexuell, begünstigt durch Fissuren, dringt der Erreger ins Bindegewebe ein und hält sich bevorzugt im Spatium zwischen Tunica albuginea und Subcutis auf. Als Nährstoff dient der subcoronare smegma, die entstandenen Gasbläschen bluten ein und erscheinen durch das abgebaute Hämoglobin typischerweise als dunkelbraune livide verfärbte Bläschen („Lattenrost“, balkenartige Rostreifen entlang der phlegmonösen Ausbreitung). Bei der Frau kann es zu leichten Schleimhautanhebungen kommen, wird durch das saure Scheidenmilieu jedoch nur bei Störung der ph-Homöostase als Bakterielle Superinfektion vorgefunden.
Symptomatik: Nach einer Inkubationszeit von ca. 3 Tagen verspürt der Patient Pruritus an der Glans Penis sowie leichtes brennen beim Wasserlassen. Nach 5 Tagen imponieren die dunkelbraunen rostigen Bläschen. Ein Übergreifen auf die Harnröhre oder den Urogenitaltrakt kommt nicht vor.
Diagnostik: Inspektion mit typischer vesikulärer livide verfärbter Erscheinung („Lattenrost“, hämorrhargic vesicular albuginitis). Mikroskopischer Erregerdirektnachweis aus dem Bläschensekret. Anfärbung mittels Methylenblau bzw. nach Gram. Um den Erreger auch kulturell nachzuweisen ist eine Probe auf anaerobem Spezialmedium (z.B. Schaedler Agar) sofort ins Labor einzusenden.
Therapie: Von der Deutschen Gesellschaft für die Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wird Ampicillin in Kombination mit einem ß-Lactamase Inhibitor empfohlen. Darüber hinaus kann bei starker Entzündung die chirurgische Bläschenabtragung mit Verklebung der Balkengänge erwogen werden. Die Prävention besteht in der Anwendung der allgemein-hygienischen Maßnahmen.
Komplikationen: Induratio Penis plastica (IPP, siehe auch Peyronie Disease) bei überschießender Narbenbildung der Tunica albuginea.

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Oha

ähm der text den hast du dir wirklich selbst ausgedacht ?

ich glaube der text kommt mir bekannt vor hast du den aus einem buch ?

Eingestellt: 2010-09-05 02:17:46, Name: Fly

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